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Blogs und Facebook – wie man mit Facebook seine Besucher effektiv reduzieren kann

Es gehört heute schon zum guten Ton, jede Unternehmung möglichst intensiv mit Facebook zu vernetzen. Agenturen und Unternehmen bemühen sich, möglichst schnell die Fans zusammenzubekommen, um schnell die eigene Seite richtig betiteln zu können, es werden zahlreiche Aktionen gefahren, um Fans zu gewinnen, der Erfolg bemisst sich an der Anzahl der Leute, die auf “Gefällt mir” geklickt haben. Eine Kundin von uns sagte mir gerade letzte Woche, dass es doch deutlich schwerer sei, eine große Community auf Facebook aufzubauen, als man gedacht habe. Ich erinnerte sie an unser Beratungsgespräch, in dem ich verschiedene Märchen über Facebook richtiggerückt hatte.

Besucherzahlen eines Blogs effektiv reduzieren – so geht es über Facebook

Wir haben ein Blog, das im Januar noch etwa eine Million Besucher im Monat hatte. Das Blog beschäftigt sich ausschließlich mit kostenlosen Apps, von denen nur die Besten vorgestellt werden. So kommt jemand, der das Blog entdeckt, üblicherweise gerne wieder, um täglich nachzusehen, was wir für ihn entdeckt haben. Natürlich haben wir für dieses Blog eine Facebook-Seite gestartet und auf der Seite auch die “gefällt mir”-Funktion von Facebook in die Sitebar integriert. Während bis Januar 2011 die Besucherzahlen von Monat zu Monat um etwa 30 Prozent stiegen, gehen die Besucherzahlen seit Februar jeden Monat um etwa 15 Prozent zurück. Egal, welche Highlights wir präsentieren, es geht kaum noch über 20.000 Besucher pro Tag, so dass wir mittlerweile im Mai nun mit unter 600.000 Besuchern rechnen müsen.

Parallel sind die Follower auf Facebook deutlich angestiegen. Aktuell sind es etwa 1.500, auf deren Startseiten bei Facebook nun unsere News angezeigt werden. Schaut man sich nun die Statistiken von Facebook für unsere Seite an, kann man direkt sehen, wo die Besucher von unserer Blogseite nun sind – auf Facebook. Unsere angeteaserten Beiträge werden nämlich nun auf Facebook monatlich 300.000 bis 400.000 mal angezeigt. Die Gesamtbesucherzahl unserer Beiträge hat sich damit nicht geändert, nur dass die Besucher jetzt unsere News auf Facebook verfolgen.

Einnahmengewinne oder Verluste durch die Nutzung von Facebook für Blogs?

Was bedeutet das nun? Wenn die Besucher unserer Seite sich auf Facebook über unsere Beiträge informieren und dort nur die Zusammenfassung unserer Beiträge lesen, dann fehlen uns diese Besucher auf der eigenen Seite. Die Facebook Leser rufen unsere Seite nur noch selten auf. Beiträge, die 4000mal auf Facebook innerhalb von 12 bis 24 Stunden aufgerufen werden, erhalten ganze 70 Klicks im Schnitt. Da die Leser nun nicht mehr auf unsere Seite kommen müssen, um die Zusammenfassung unserer Vorstellung zu lesen, verlieren wir jeden Tag mit Facebook Geld. Unsere Links werden seltener über unsere Seite aufgerufen, die auf unserer Seite platzierten Werbeanzeigen werden seltener geklickt.

Stattdessen verdient jetzt Facebook das Geld mit unserem Content. Facebook schaltet mehrere Anzeigen auf unserer Seite bei ihnen – beteiligt uns aber nicht an den Einnahmen, die durch unseren Content ermöglicht werden. Wir schreiben, Facebook verdient damit.

Wie erfolgreiche Blogs mit Facebook-Seiten richtig verfahren sollten

Unser Selbstversuch mit dem Facebook Effekt für Blogs hat also aufgezeigt, dass der Erfolg bei Facebook für Blogs ein zweischneidiges Schwert ist. Einerseits freut sich der Blogger über die Aufmerksamkeit, die seine Blogseite bei Facebook erhält, andererseits reduziert er mit der Platzierung von interessantem oder nützlichem Content die Einnahmen seines Blogs.

Also muss der Blogger einen Weg finden, wie er Facebook nutzt und gleichzeitig die eigene Seite stärkt. Das geht zum Beispiel so: Die Facebook-Beiträge dürfen das Thema nur anreißen und nicht gleich die Lösung beinhalten. Also nicht: “ABC App ist nur heute kostenlos” – sondern besser “Ausgezeichnete Foto-App nur heute kostenlos”. Neugierig machen und zum Klick auf den Link animieren – nur so kann man die Power von Facebook und den Multiplikationseffekt für sich nutzen.

Ein zweiter Tipp: Packe nicht jeden Beitrag auf Facebook, sondern höchstens einen von drei Beiträgen. Lass die Leute, die von Facebook kommen, entdecken, dass sie auf Deiner Seite deutlich mehr wertvolle Beiträge finden, als wenn sie Dir nur über Facebook folgen. Das wertet Deine Seite auf, ohne Facebook komplett aufzugeben.

Der dritte Tipp gilt für alle Unternehmen, die sich mit Facebook beschäftigen: Macht Euch auf keinen Fall abhängig von Facebook. Facebook interessiert das Wohlergehen Eurer Firma überhaupt nicht. Facebook nutzt Eure Inhalte, um sich selbst zu stärken. Deshalb sollte man sich auch genau überlegen, ob man zur “Freundes”-Gewinnung ständig Aktionen exklusiv auf Facebook fährt. Teilt die Aktionen auf – nutzt die Link Funktion auf Facebook, um auf Aktionen hinzuweisen die exklusiv nur für die Besucher Eurer Seite gelten. Reißt die Themen an, aber liefert die Lösung stehts auf Eurer Seite…

Letzte Woche habe ich eine Plakatwerbung von Bacardi gesehen. Unter dem Motiv ganz groß die Facebook Seite der Rum-Marke. Keine eigene Webadresse. Ich habe darüber nur den Kopf geschüttelt.

 

Jedes dritte Unternehmen nutzt das Web 2.0 noch überhaupt nicht

Knapp zwei Drittel aller Kommunikationsfachleute sehen in Social Media noch immer die größte Herausforderung für die Branche. Danach folgen die personelle Ausdünnung in den Redaktionen und der Druck, Erfolgsnachweise zu liefern. Facebook, Twitter und XING sind zwar weit verbreitet, aber ein Drittel der Unternehmen und ein Viertel der PR-Agenturen ist mit einem offiziellen Account noch gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten. Grundsätzlich ist die Stimmung in der PR-Branche gut: Die wenigsten rechnen mit sinkenden Budgets in 2011. Das ergab die Umfrage “PR-Trendmonitor 2010 – Pressearbeit und PR in einem neuen Medienzeitalter” der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor.

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Zwei Drittel der deutschen Unternehmen haben noch keine Social-Media-Strategie

Zwei Drittel der deutschen Unternehmen haben noch keine Social-Media-Strategie. Nur jede vierte Firma stellt zusätzliche finanzielle Mittel für die Web2.0-Kommunikation bereit. Diesen erheblichen Nachholbedarf  ergab die Umfrage “Social Media in Unternehmen” der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Mehr als 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute haben sich an der Umfrage beteiligt.

Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen verfŸgt Ÿber eine Social-Media-Strategie. Und sogar nur jede zehnte Firma stellt zusŠtzliche finanzielle Mittel fŸr die Web2.0-Kommunikation bereit. Das ergab die Umfrage "Social Media in Unternehmen" der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Mehr als 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute haben sich beteiligt. Quelle: obs/news aktuell GmbH

Dass ihr Unternehmen bereits über eine Strategie im Web 2.0 verfügt, meinten 32,5 Prozent der befragten Mitarbeiter aus Pressestellen. Gut jeder zweite berichtet zumindest, derzeit an einer Strategie zu arbeiten (52,2 Prozent), während jeder zehnte zugab, sich noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben (10,2 Prozent). Gut jedes zwanzigste Unternehmen will auch in Zukunft von kommunikativen Maßnahmen in sozialen Netzwerken die Finger lassen (4,3 Prozent). Am aktivsten setzten Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich bei der Kommunikation auf das Web 2.0. Von ihnen haben 38 Prozent bereits eine Social-Media-Strategie. Das Schlusslicht bilden Verwaltungen und Verbänden: weniger als ein Viertel von ihnen engagiert sich strategisch bei Twitter, Facebook & Co. (23,6 Prozent).

Die Kommunikation im Web 2.0 wird bei den meisten deutschen Unternehmen als kostengünstiger Zusatzkanal angesehen, um mit Kunden und potentiellen Interessenten in Kontakt zu treten. Nur jede vierte Presseabteilung kann sich in diesem Jahr über ein Budget für Social-Media-Kommunikation freuen (28,2 Prozent). Eine interessante Lücke, da schließlich die Mehrheit das Thema Social Media weit oben auf der eigenen Agenda ansiedelt. Aktuell beurteilen fast zwei Drittel der Mitarbeiter von Pressestellen die Kommunikation in sozialen Netzwerken als wichtig (“sehr wichtig” 17,3 Prozent, “eher wichtig” 44,6 Prozent).

Anders sehen es dagegen die PR-Agenturen. Sie sagen, dass weniger als jede zehnte Firma Social Media für “sehr wichtig” hält (8,5 Prozent). Hier ist durchaus auch der unterschiedliche Ansatz mit Social-Media umzugehen, entscheidend. Agenturen, die sich mit Social-Media beschäftigen, wissen, dass es hier nicht nur um ein paar nebenbei verfasste Twitter-News geht, sondern dass eine umfassende Social Media Betreuung ähnlich professionell und zeitaufwändig betrieben werden muss, wie die sonstigen Kommunikationsmaßnahmen. Daraus ergibt sich, dass Social Media Kommunikation mit Unterstützung einer Agentur tatsächlich Geld kostet und die aufgerufenen Beträge die in den Unternehmen verantwortlichen Kommunikatoren erschrecken.

Weitere Ergebnisse:

  • Social Media wird in deutschen Unternehmen für die Kommunikation nach außen am häufigsten in der Pressestelle eingesetzt (57,1 Prozent). Knapp dahinter folgt die Abteilung Marketing (51,4 Prozent). Jedes fünfte Unternehmen gibt an, soziale Netzwerke überhaupt nicht für den Kontakt nach außen einzusetzen (21,8 Prozent).
  • Twitter & Co. sind heute noch nicht in der Chefetage angekommen. Nur gut jede zehnte Geschäftsführung ist selber im Web 2.0 aktiv. (13,4 Prozent). Hier findet sich der wahre Grund dafür, dass so viele Unternehmen noch zögern. Wenn der Chef nicht weiß, welche kommunikative Kraft in Social Media Kommunikation entfaltert werden kann, weil er selbst die Medien nicht nutzt, hat eine Agentur oder die Presseabteilung es besonders schwer, die Geschäftsleitung davon zu überzeugen, für diese “neue” Kommunikation Mittel bereitzustellen.
  • Der Personenkreis, der in den Unternehmen zur Kommunikation via Social Media berechtigt ist, ist eher klein. Meistens dürfen sich lediglich zwei bis fünf Mitarbeiter offiziell im Namen des Unternehmens in Social Networks äußern (55,6 Prozent). Nur jede zwanzigste Firma stellt ihren Mitarbeitern einen kompletten Freifahrtschein in sozialen Netzwerken aus (6,1 Prozent).

Wegen Suchmaschinenoptimierung Pressemitteilungen entfernen?

Merkwürdige Stilblüten treibt bei manchen Unternehmen die Suchmaschinenoptimierung. Gerade rief mich eine Suchmaschinenoptimierungsagentur an, um mich zu bitten, einen Text eines ihrer Kunden von einem Infoblog zu entfernen. Man wolle den Text entfernen lassen, weil man eine Abstrafung von Google wegen Double Contents befürchte. Nun handelte es sich bei dem Text um eine Pressemitteilung dieser Firma aus der Solarwirtschaft. Die Firma hat also eine Pressemitteilung verbreitet und die Agentur hat wohl angemerkt, dass die Gefahr besteht, deswegen abgestraft zu werden. Das ist natürlich Unsinn und die Firma wäre gut beraten, sich bei Gelegenheit mal eine andere Agentur anzusehen.

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Schafft die Registrierung auf Presseseiten ab!

Wer eine Presseseite im Netz betreibt, möchte Journalisten Texte und Bilder für ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Das ist für den Journalisten bequem, denn er kann, auch unabhängig von den Arbeitszeiten in den PR-Abteilungen auf das Material zugreifen, muss nicht extra anrufen und auf die Übersendung des gewünschten Materials warten.

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Kommunikativen Kontrollverlust lustvoll organisieren – Social Media und die PR

Namhafte Sprecher von Coca-Cola, Otto Group und Scout24 präsentierten den rund 170 Gästen des PR Club Hamburg im Sofitel Alter Wall ihre profunden Social-Media-Erfahrungen und definierten Handlungsempfehlungen für die nächste Evolutionsstufe des interaktiven Webs.

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Social-Media-Vertrieb kommt in vielen Unternehmen zu kurz

40 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen bemängeln Defizite bei der Umsetzung neuer Vertriebstrends – beispielsweise Web-2.0-Tools wie Blogs und soziale Onlinenetzwerke. Um den Onlinevertrieb weiter in Richtung Social-Media-Vertrieb auszubauen, sind weitere Investitionen in die Kundenkommunikation im Internet geplant. Zu diesem Ergebnis kommt die “Potenzialanalyse Vertriebsmanagement” von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

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iPad Hype dominiert den media coffee zur Kommunikation 2020

Das iPad wird die Mediennutzung von morgen und das mobile Internet stark prägen. Damit verbunden wird auch der separate Verkauf einzelner journalistischer Beiträge immer wahrscheinlicher, so ein Fazit des gestrigen media coffees der dpa-Tochter news aktuell. Mehr als 400 Pressesprecher, PR-Fachleute und Journalisten waren gestern in Hamburg zu Gast bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Diskussionsreihe. “Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter?” Moderiert wurde der media coffee von
dpa-infocom-Geschäftsführer Meinolf Ellers.

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Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter?

Unter dem Titel “Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter?” lädt die dpa-Tochter news aktuell zur Hamburger Auftaktveranstaltung ihrer neuen Diskussionsreihe ein. Auf den Panels der media coffees diskutieren Verlagsleiter, Chefredakteure, Social Media Experten und Trendforscher darüber, wie die Medien und die Kommunikation der Zukunft aussehen werden. news aktuell ist mit der neuen Reihe im Laufe des nächsten halben Jahres in insgesamt fünf deutschen Großstädten zu Gast: Hamburg, Frankfurt, München, Köln und Berlin.

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Reputationsgipfel 2010 an der Universität Münster

Der Jahr-2010-Softwarefehler bei Kreditkarten, die mutmaßlichen Informationspannen im Zuge der Kunduzaffäre, wiederholte Datenschutzverstöße im Lebensmitteleinzelhandel oder Dopingvorwürfe gegen Spitzensportler schädigen den guten Ruf von Unternehmen, Behörden und Personen nachhaltig. Wie sich Kommunikationsverantwortliche und Führungskräfte auf solche Gefahren vorbereiten und Imagekrisen vermeiden können, zeigt der Reputationsgipfel 2010 am 18. März 2010 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

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